Blog Serie: #14 Vereinbarkeit neu gedacht - Die drei Systeme der Vereinbarkeit
- Dominique Knöpfli

- 21. Juni
- 1 Min. Lesezeit
Wenn man sich länger mit Vereinbarkeit beschäftigt, wird eines deutlich:
Vereinbarkeit entsteht nicht an einem Ort. Sie entsteht im Zusammenspiel verschiedener Systeme. Bei Mom2MomBusiness sprechen wir deshalb von drei Perspektiven, die zusammenkommen müssen.
Familie
Hier entsteht die Realität. Familien organisieren Betreuung. Leisten Care-Arbeit. Gestalten ihren Alltag. Sie sind oft die ersten, die spüren, wenn Systeme nicht zusammenpassen.
Arbeitswelt
Organisationen definieren Erwartungen an Arbeit. Arbeitsmodelle bestimmen: Verfügbarkeit, Karrierewege, Rollenverständnis, Teamstrukturen. Diese Faktoren beeinflussen, wie realistisch Vereinbarkeit im Alltag ist.
Gesellschaft
Gesellschaftliche Rahmenbedingungen prägen Vereinbarkeit ebenfalls.
Dazu gehören: Betreuungsangebote, politische Strukturensoziale, Normenwirtschaftliche Entwicklungen, Kultur
Wenn Systeme zusammenspielen
Wenn eines dieser Systeme sich verändert – die anderen aber nicht – entsteht Spannung. Genau diese Spannung erleben viele Familien heute. Deshalb braucht Vereinbarkeit eine Perspektive, die alle drei Ebenen gleichzeitig betrachtet.
Solange jede Seite darauf wartet, dass zuerst jemand anderes handelt, wird sich wenig verändern.
Mom2MomBusiness
Bei Mom2MomBusiness betrachten wir Vereinbarkeit deshalb nicht isoliert. Nicht nur als Thema von Familien. Nicht nur als Aufgabe von Unternehmen. Und auch nicht nur als gesellschaftliche, kulturelle Frage. Vereinbarkeit entsteht erst im Zusammenspiel von Familie, Arbeitswelt und Gesellschaft. Wenn eines dieser Systeme stehen bleibt, während die anderen sich verändern, entsteht genau das Spannungsfeld, das viele Familien heute erleben. Vielleicht liegt die eigentliche Herausforderung deshalb nicht darin, neue Einzelmassnahmen zu erfinden. Vielleicht liegt sie darin, dass alle drei Systeme mit einander zuhören, bereit sind anders zu denken und bereit sind den ersten Schritt zu gehen.

Kommentare